Sofia's Last Ambulance (Poslednata lineika na Sofia)
★★★★☆
In der Hauptstadt von Bulgarien sind 1,2 Mio Einwohner notfallmedizinisch zu versorgen - hierfür stehen jedoch zum Zeitpunkt des Drehs aufgrund von Finanzierungsproblemen lediglich 13 (!) Ambulanzen zur Verfügung, was zu teils massiven Wartezeiten der Patienten sorgt: "Sofia emergency medics resign en masse in row over ambulance delays, underfunding" [1].
Ein NAW wird über 2 Jahre Drehzeit hinweg begeleitet.
"Ein großer Film über eine kranke Gesellschaft." (Süddeutsche Zeitung)
"Der Film erzählt nichts über seine Protagonisten, und doch stellt sich das Gefühl ein, drei aßergewöhnlichen Persönlichkeiten nähergekommen zu sein." (kino-zeit.de)
"Die Reduktion der filmischen Mittel und die dennoch große Nähe zu den Personen machen den Film zu einem besonderen Ereignis." (Jurybedgründung Deutscher Dokumentarfilmpreis 2013)
"The narrative is a little loosey goosey, but it lends itself to the feeling of incessant horror that these people endure. The footage was filmed over a two-year period and is constructed into one long hellish night for seasoned doctor Krassimir Yordanov, driver Plamen Slavkov and nurse Mila Mikhailova who’s chipper loquaciousness anchors everyone to the tolerable side of things." (Jessica Baxter)
Echt, unaufgeregt, keine dramatischen Einsätze, wenig Action zugunsten von viel Tiefgang, die Patienten selbst werden sehr geschickt respektvoll nicht selbst gezeigt. Eine beklemmend konzise Darstellung all dessen, was am Rettungsdienst berechtigt kritisiert wird.
Sofia's Last Ambulance