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Miscellaneous

Vermischtes

Präsentationen und Ausarbeitungen zu verschieden Themen ohne spezifischen Schwerpunkt rund um präklinische Notfallmedizin sowie Organisation und Einsatztaktik zur freien Nutzung.

 

Zum Öffnen direkt auf die jeweiligen Download-Links klicken (nicht auf die Bilder).

Invasive Blutdruckmessung (IBD)

mit dem corpuls3 (c3)

 Schritt-für-Schritt-Anleitung für den  Intensivtransport 

Checkliste Material
1 Transducer (Druckwandler) z.B. Combitrans (B. Braun)
2 NaCl-Beutel 500ml (Flex-Beutel, nicht Flasche!)
3 Druckinfusionssystem
4 Adapter-Kabel Anschluss Transducer (roter GE/Marquette und grauer Stecker)
5 Adapter-Kabel Anschluss corpuls3 runder oranger GS/Stemple-Stecker auf rot (Verbunden mit 4, rot auf rot)

 

🙌 Arbeitsfläche und Hände desinfizieren bzw. Handschuhe

 

Schritte Anschließen IBD
 1. Prüfen, ob alle Steckverbindungen fest sind
2. Drei-Wege-Hahn (rot) (Zuspritzhahn) so stellen, dass Durchfluss möglich ist, aber der Luer-Lock-Anschluss nach außen hin verschlossen ist (gegenüber Verpackungszustand um 180° drehen)
3. Infusionssystem fluten
(Corpuls empfiehlt das Fluten wie für eine Infusion (halbe Tropfkammer); dies bedingt allerdings eine permanente Aufhängung des Beutels; um auch ein Ablegen zu ermöglichen, ist es besser, die Tropfkammer komplett luftfrei zu fluten, indem der Beutel kopfüber gehalten und durch Druck auf den Infusionsbeutel gefüllt wird vgl. Video Bezirkskliniken Schwaben
4. Druckinfusionsmanschette auf 250mmHg (Corpuls-Empfehlung, sonst meist 200 - 300mmHg bzw. 300mmHg empfohlen)
5. System komplett fluten (Rollrad Infusion öffnen), bis keine Luftblasen mehr enthalten sind, bedarfsweise Bläschen durch Aufklopfen lösen 
6. Gummilaschen der Spülvorrichtung "Spüllaschen" "Flush" (je nach Hersteller auch "Snap-Tabs" "Fast-Flush pull-tabs" "Pigtail" "Squeeze") drücken
7. Drei-Wege-Hahn kurz öffnen (Drehung 180°), um auch diesen vollständig zu fluten, anschließend wieder schließen (Drehung 180°)
8. Achschlußkabel miteinander verbinden (roter GE/Marquette-Stecker in rote Buchse) 
9. Kabel mit dem Transducer verbinden  (grauer Stecker in blaue Buchse) 
10. System über Kabel mit dem corpuls3 verbinden (oranger Stecker in orange Buchse P1 P2) an der rechten Seite der Patientenbox des Gerätes ("in der rechten Tasche")
11. System mit dem Patienten verbinden: dafür an der arteriellen Kanüle (FlowSwitch) roten "on-off" Schiebregler proximal zum Patienten hin auf "off" schieben und nach Anschluss wieder öffnen (distal "on")
12. Messkurve wird automatisch am Monitor angezeigt

 

 

Nullabgleich (>0<)
1. Transducer auf Herzhöhe des Patienten platzieren (wenn verfügbar Halterungsplatte verwenden): Thoraxmittellinie (Mitte des Brustkorbs) auf Höhe 4. ICR
2.  weißen Hebel  so stellen, dass das System Kontakt zur Atmosphäre hat: Richtung Patient zudrehen: weißer Hebel zeigt zum Patienten hin, parallel zum Schlauch in Richtung leicht starren Schlauch mit roter Linie, Schriftzug auf dem weißen Hebel "off" zeigt zum Patienten.
3. Verschlusskappe (rot) abdrehen (Corpuls-Empfehlung) --> Transducer steht in Verbindung mit der Atmosphäre
4. Nullabgleich im Display (Klick auf die Druckkurve P1 ("Kontextmenü"), dann Klick auf "Kalibrierung") auslösen. Gerät zeigt "Kalibrierung P1 läuft, anschließend "Kalibrierung P1 erfolgreich"; bedarfsweise kann die Beschriftung der Druckkurve im Kontextmenü ebenfalls geändert werden, "IBD" für invasive Blutdruckmessung ist jedoch Standard)
5. Verschlusskappe rot wieder aufsetzen und durch Drehung schließen
6.  weißen Hebel  zurückstellen (90°- Winkel zum Schlauch)
7. Messung läuft

 

Corpuls Lehrvideo

Video Endruweit

Video Bezirkskliniken Schwaben

 

Blutentnahme für BGA:

Drei-Wege-Hahn zur Entnahmestelle hin öffnen, desinfizieren und einwirken lassen, Drei-Wege-Hahn auf steriler Kompresse lagern, Kappe abdrehen, Blut aspirieren, Hahn schießen, Spritze abziehen, Kappe aufdrehen, Spül-Laschen betätigen (bei ZVK am distalen, meist größten braunen Schenkel).

 

 

 

 

 

Notfallausstattung Reisemittel

Bahn und Flugzeug

DB NotfallkofferDB Notfallkoffer

Ärzteblatt: Zugang Notfallkoffer Deutsche Bahn für Nichtärzte (2024)

(Koffer wird mittlerweile auf Anforderung an jedwedes Fachpersonal ausgegeben).

 

Die Deutsche Bahn hält, anders als die Lufthansa, regelhaft keine Defibrillatoren vor. Der Notfallkoffer wird ausschließlich auf ICE-Zügen vorgehalten.

 

Routinemäßig wird bei Bedarf nach Maßgabe in eigenständiger Organisation durch die DB-Mitarbeitenden der nächste Bahnhof im Rendevous mit einem RTW angefahren.

 

Nach dem Einsatz ist ein dem Koffer beiliegendes Minimal-Protokoll ohne Patientendaten (Alter, Geschlecht, Art der Erkrankung, Materialverbrauch, freiwillig Angabe Kontaktdaten des Hilfeleistenden) auszufüllen, insbesondere auch, um das Auffüllen des Materials zu strukturieren.

 

✈️ Fluglinien

 

Eng und laut – der medizinische Notfall im Flugzeug (swissair | inkl. detaillierter Darstellung Vorhaltung Ausstattung)

 

Gabel, A. (2009): Medizinische Notfälle an Bord von Verkehrsflugzeugen. Notfallmedizin up2date 2009; 4(2): 145-158, 145-158. Stuttgart: Thieme. DOI: 10.1055/S-0029-1185787 (Lufthansa)

 

Vorhaltung Medikamente Lufthansa (2014)

 

💓 Lufthansa hält standardmäßig AEDs vor, in den neueren Generationen auch mit Display für einfaches Monitoring.

 

👨‍⚖️ Bei Austrian / Lufthansa / Swiss gilt Enthaftung bzw. Haftpflichtdeckung für Ärzte und "fachkundige Laienhelfer". [1]

 

 

Vorhaltung Medikamente KLM (2014)

 

Austattung von Lufthansa und KLM angegeben nach:

 

Böhm, R. Kunz, T. Meybohm, P. (2014): „Is there a Doctor on Board of this Flight?“ – Begrenzte Auswahl von Notfallmedikamenten. Notfallmedizin up2date 2014; 9(2): 98-99. Stuttgart: Thieme. DOI: 10.1055/s-0033-1357948

         (Übersichtstabelle)

 

👩‍⚕️ Doctor-on-Board-Programm

Ärzte können ihre Qualifikation inklusive Fachrichtung auf ihrer Miles&More-Vielflieger-Karte eintragen lassen und erhalten hierfür extra Meilen bzw. Punkte für jeden Flug (ermöglicht diskrete Ansprache durch die Besatzung ohne Durchsage), der Prozess der Eintragung ist jedoch nicht gerade unkompliziert. Für sonstiges medizinisches Fachpersonal ist dies nicht möglich.

 

 

📡 Telemedizin Airlines

 

Die Firma MedAire ist nach eigenen Angaben Partner von 67% der führenden kommerziellen Luftfahrtgesellschaften für telemedizinische Dienste, [1] z.B. AirIndia, Gulf Air, Lufthansa auf den Langstreckenflugzeugen (A330/340, A380, Boeing 747), etc. (MedAire ist außerdem im Bereich Business Aviation, Luxusyachten und kommerzielle Seefahrt tätig).

Hier ist ein Austausch via Satellitentelefon möglich, auch textlich, mittels Operating des Telesystems über die Kabinenbesatzung. Nach Fallschilderung erteilt der telemedizinische Dienst Therapieratschläge. Es besteht Expertise zu Flugmedizin, Notfallmedizin und der flugbetrieblichen Besonderheiten (Dauer bis zur nächstmöglichen Landung, Infrastruktur des nächstgelegenen Krankenhauses). [1]

⚠ Eine klassische Delegation wie durch einen Telenotarzt analog des deutschen Rettungsdienstes ist naturgemäß in der Luftfahrt juristisch hochkomplex - auch eine deutsche Approbation gilt in der Regel weder im Ausland noch im ausländischen Luftraum. Jedoch gibt es auch im Ausland oft gesetzliche Grundlagen, welche in etwa mit dem deutschen rechtfertigenden Notstand vergleichbar sind, z.B. Good Samaritan Laws etc. vgl. Medical Tribune, DocCheck, Info für Ärzte, ViaMedici etc.

 

Lufthansa empfliehlt offiziell folgende Literatur:

 

Siedenburg, J. Küpper, T. (Hrsg.) (2026): Moderne Flugmedizin. 2. Aufl. Stuttgart: Gentner
Graf, J. Hinkelbein, J. (Hrsg.) (2024) Taschenbuch Flugmedizin: und Erste Hilfe an Bord. 3. Aufl. Berlin: MWV

 

 

 

 

Tranexamsäure (TXA) bei Epistaxis

Tranexamsäure (TXA) bei Epistaxis

Metaanalyse mit einer Auswertung von 169 auf PubMed geführen Studien bzw. Fach-Publikationen zur Behandlung von Thema Nasenbluten / Epistaxis mittels topisch / lokaler Anwendung von Tranexamsäure. Die Erhebung wurde unter Zuhilfenahme von AI erstellt, Stand 07/2026. Die Auswertung erfolgt insbesondere unter der Prämisse der eingeschränkten Möglichkeiten in der präklinischen Notfallmedizin, mit Settings, bei denen die nasale Kauterisation und erweiterte Tamponade-Techniken (zum Beispiel Verfahren wie die nasale Endoskopie sowie invasivere Ansätze wie die endoskopische Ligatur der A. sphenopalatina) anders als im klinischen Setting nicht verfügbar sind.

 

Für akute anteriore Epistaxis als Notfall-Szenario besteht berwiegend positive RCT-Evidenz, topisches TXA beschleunigt die Blutstillung und senkt die Rebleeding Rate gegenüber Nasentamponade oder Placebo, u.a. bei Patienten unter Antikoagulation/Thrombozytenaggregationshemmern (Zahed et al. 2017/2018, n=124).


Die einzige große, methodisch strenge Gegenevidenz ist die multizentrische NoPAC-Studie 2021 (n=496), die keinen signifikanten Vorteil ggü. Placebo bezüglich Vermeidung einer Tamponade fand.

 

Fazit: topisch/lokale TXA-Anwendung kann bei akuter anteriorer Epistaxis als risikoarme, kostengünstige Zusatzmaßnahme empfohlen werden, insbesondere vor oder anstelle einer Tamponade – die Mehrheit der RCTs und Metaanalysen stützt einen Nutzen bei vertretbarem Sicherheitsprofil. Als verlässliche Standardtherapie zur langfristigen Reduktion rezidivierender Blutungen (z.B. bei hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (HHT)) ist die Evidenz hingegen unzureichend, und die größte methodisch hochwertige Studie (NoPAC) relativiert den erwarteten Effekt bezüglich Tamponadevermeidung. Insgesamt also: eher empfohlen als Zusatzoption bei akuter Blutung, aber nicht als evidenzbasierter Goldstandard mit garantiertem Effekt.

vgl. auch TXA in Medikamente

 

Tranexamsäure (TXA) bei Epistaxis – Studienübersicht

 

Gekühlte intravenöse Infusion bei Hyperthermie

Gekühlte intravenöse Infusion bei Hyperthermie

Die Kühlung hyperthermer Patienten mittels der Verabreichung gekühlter intravenöser Infusionen wird teils kontroversiell debattiert. Diese Übersicht vermittelt einen Überblick über verschiedene diesbezügliche Lehraussagen und Forschungsergebnisse.

 

Auswertung gekühlte intravenöse Infusion bei Hyperthermie (PDF, 1.6 MB)
EKG Herzrhythmusstörungen

EKG Herzrhythmusstörungen

Grundlagen EKG und Herzrhythmusstörungen am EKG erkennen / EKG-Diagnostik im Rettungsdienst

EKG (PDF, 1.7 MB)
Organisation und Einsatztaktik im Rettungsdienstbereich München

Organisation und Einsatztaktik im Rettungsdienstbereich München

Präsentation Fachlehrgang Rettungsdienst (8UE)

Stand: 2015 (wird nicht mehr aktualisiert)

PDF-Download (PDF, 18.8 MB)